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Wunderwaffe Pagespeed - 5 Vorteile einer schnellen Ladezeit

Symbolbild: Ein Kolibri trinkt aus einer Blüte - Schnelligkeit zahlt sich eben aus.

Wenn deine Website zu langsam ist, verlierst du ständig Leser und Kunden und verbrennst einen Haufen Geld. Ich zeige dir, warum das so ist und du wirst sehen: mit jeder zehntel Sekunde, die du deine Website, deinen Blog oder deinen Onlineshop schneller machst, kannst du nur gewinnen.

Niemand mag lahme Websites

Bestimmt kennst du das auch: Du bist gerade unterwegs und willst mit deinem Smartphone schnell nach einer wichtigen Info googeln, klickst auf ein vielversprechendes Suchergebnis und freust dich schon, dass du eine Lösung für dein Problem gefunden hast. Aber dann wartest du.

Und wartest.

Du blickst gespannt auf die weiße Seite, aber nichts passiert. Spätestens nach 10 Sekunden gibst du entnervt auf und tippst auf den Zurück-Button und versuchst dein Glück mit dem nächsten Suchergebnis.

Im Umkehrschluss läuft es für dich als Seitenbetreiber darauf hinaus, dass du Leser und Kunden verlierst, wenn deine Seite zu lange zum laden braucht.

Aber das ist noch nicht alles.

Es lohnt sich, hier mal tiefer einzusteigen und zu verstehen, welche Auswirkungen lange Ladezeiten auf dein Business haben. Du wirst sehen: mit jeder zehntel Sekunde, die du deine Website, deinen Blog oder deinen Onlineshop schneller machst, kannst du nur gewinnen.

1. User Experience & Absprungraten

60 Prozent der Desktopsnutzer springen laut einer Studie von KISSmetrics ab, wenn das Laden einer Website länger als 3 Sekunden dauert. Mobile Nutzer haben zwar Verständnis dafür, dass die Ladezeit aufgrund des deutlich langsameren und oft löchrigen Mobilnetzes länger dauert, nach 15 Sekunden ist aber auch ihre Geduld am Ende. Studien von amazon und etailment bestätigen dies.

2. Umsatzeinbußen

Wer die Website schon wieder verläßt bevor sie vollständig geladen wurde, kauft auch nichts im Shop. Und er wird auch kein Stammleser im Blog oder meldet sich für einen Newsletter an. Wenn dein Shop länger als 3 Sekunden braucht bis er vollständig geladen ist, dann verlierst du mehr als die Hälfte des Umsatzpotentials.

Aber auch wenn der User bleibt und die langen Ladezeiten in Kauf nimmt, so haben sie weiterhin einen großen Einfluss auf die Conversion. Laut KISSmetrics kann eine Verzögerung der Ladezeit um eine Sekunde die Conversion um bis zu 7 Prozent senken. Amazon spricht sogar von einem Prozent Umsatzeinbußen pro 100 Millisekunden.

Und selbst wenn der Kunde kauft: 79 Prozent der User aus der KISSmetrics Studie gaben an, dass es unwahrscheinlich ist, dass sie ein zweites Mal auf einer Seite einkaufen, wenn sie mit der Performance nicht zufrieden waren.

3. Google Ranking

Google mißt sehr genau das Nutzerverhalten. Wenn Google merkt, dass viele Nutzer nach dem Klick auf ein Suchergebnis schon nach wenigen Sekunden wieder zur Suche zurückkehren, dann folgert Goolge daraus, dass die entsprechende Seite kein gutes Ergebnis für den Nutzer war. Sie wird abgewertet und sinkt im Ranking.

Zusätzlich weiß natürlich auch Google, dass sich eine kurze Ladezeit (Pagespeed) äußerst positiv auf die User Experience auswirkt. Seit 2010 ist der Pagespeed offiziell ein Rankingfaktor. Seit 2017 misst Google die Ladezeiten für Desktop und Mobil getrennt und läßt die Geschwindigkeit in die Bewertung eine Website einfließen.

Aus meiner eigenen Erfahrung mit Kunden kann ich sagen, dass eine Optimierung der Ladezeit zu deutlichen Sprüngen im Google Ranking führen kann. Und das oft schon mit überschauberem Aufwand. Deshalb ist die Ladezeit und Performance Optimierung für mich ein wichtiger Baustein der Suchmaschinenoptimierung.

4. Crawling

Google und andere Suchmaschinen müssen alle Unterseiten einer Website regelmäßg besuchen (crawlen) und die Inhalte verarbeiten (indexieren), um aktuelle Ergebnisse liefern zu können. Wie viele Seiten Google bei einem Besuch einliest, hängt vom sogenannten Crawl Budget ab. Google ordnet jeder Domain ein individuelles Crawl Budget zu.

Vereinfacht kann man sich das so vorstellen: Nehmen wir an, der Google Bot besucht jeden zweiten Tag deine Website und hat dann genau 60 Sekunden für dich Zeit. Wenn das Laden deiner Seiten jeweils 5 Sekunden dauert, dann kann der Google Bot nur 60 / 5 = 12 Seiten einlesen und verabeiten. Wenn du nun deine Website optimierst und die Ladezeit auf 2 Sekunden senken kannst, dann schafft der Google Bot in der gleichen Zeit 60 / 2 = 30 Seiten.

Je schneller deine Seite lädt, umso aktueller sind auch deine Inhalte im Google-Index.

5. Geringere Werbeausgaben pro Conversion

Besucher kommen nicht nur über die organische Googlesuche auf deine Website, sondern auch über Google AdWords, Facebook Ads oder andere Werbebuchungen. Doch auch diese teuer eingekauften Besucher haben nur wenig Geduld.

Wenn deine Seite zu lange lädt, verbrennst du also einen großen Teil deines Werbebudgets.

Fazit

Schon geringfügige Verbesserungen der Ladezeit führen zu einem besseren Ranking und damit zu mehr Besuchern. Jede Zehntelsekunde zählt. Je schneller eine Seite lädt, umso mehr Unterseiten besuchen die User und umso wahrscheinlicher ist es, dass sie konvertieren. Das bedeutet:

  • mehr Leser
  • mehr besuchte Seiten pro Leser
  • mehr Stammleser
  • mehr Kontaktanfragen
  • mehr Abonnenten für deinen Newsletter
  • höhere Umsätze
  • mehr wiederkehrende Kunden

Der Pagespeed-Optimierung kommt damit eine Schlüsselrolle zu. Sie hat weitreichenden Einfluss auf wichtige Kennzahlen und den Online-Erfolg eines Unternehmens.

In den nächsten Blogartikeln zeige ich dir, wie du Ladzeit und Performance messen kannst und mit welchen kleinen und großen Kniffen du deine Website schneller machen kannst. Leider sind die Folgeartikel noch nicht fertig. Schau doch einfach nochmal in ein paar Tagen vorbei - dann geht es hier weiter.

Foto: © Ondrej Prosicky / shutterstock ID 362337320

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